Was und wie wird die Demokratische Schule Frankfurt sein?

Eine kurze Zusammenfassung unseres Schulkonzepts


Die DEMOKRATISCHE SCHULE FRANKFURT wird 2019 eine private alternative Ganztagsschule in Freier Trägerschaft sein. Sie geht dann von der 5. Klasse bis zum Realschulabschluss und nimmt ganzjährig Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters auf.

Der Träger der Schule ist der VEREIN FÜR DEMOKRATISCHES LEBEN UND LERNEN e.V.i.G.
Unsere Schule wird von erfahrenen Eltern, SozialpädagogInnen und LehrerInnen neu gegründet und wird im Laufe der Zeit von 20 auf 50 und auf bis zu 120 SchülerInnen anwachsen.

Diese Privatschule erinnert dann an Schulen wie die Freie Schule Frankfurt, die Aktive Schule, Montessori oder Walddorfschule, Summerhill und vor allem an die Sudbury-Schulen - aber sie hat ihr ganz eigenes noch freieres, soziales, demokratischeres Schulkonzept.


Das ist natürlich ein Luxus, aber er soll bezahlbar bleiben. Wir arbeiten darauf hin, dass die DEMOKRATISCHE SCHULE FRANKFURT monatlich pro Kind zwischen 150 und 400 Euro für Schulgeld (Lehrer-Betreuung, Mietkosten, Materialien etc.) und 60 Euro Essensgeld benötigt. In den ersten drei Jahren der Gründung könnten die Preise jedoch darüber liegen, weil die Schule erst nach drei Jahren Bestehen vom Staat finanziell gefördert wird. Die Preise unserer Privatschule sind trotzdem sozial staffelbar, damit jedes Kind eine Chance auf freie Bildung und freie Alltagsgestaltung hat.
Sich für so eine Schule zu entscheiden, kann sich langfristig positiv auf die entspannte, selbstbewusste Entwicklung des Kindes auswirken und Familien bezüglich der Betreuung und des Schuldruckes entlasten.

Bei uns gibt es keine...

  • Klassen
  • Jahrgänge
  • Alterstrennung
  • Geschlechtertrennung
  • Klassenlehrer, Fächerlehrer
  • Schulleiter
  • Klausuren / Tests
  • Noten, Bewertungen
  • feste Fächer
  • festgelegte Pausen
  • Unterrichtsausfälle
  • Hausaufgaben 

Wenn du jetzt vielleicht den Kopf schütteln und wegklicken magst, weil du denkst "die spinnen ja", dann können wir dich gut verstehen, schließlich ist man solch eine Schule aus eigener Erfahrung nicht gewöhnt und daher evtl. skeptisch.
Bleib doch trotzdem noch einen Moment länger neugierig und schau ein Stückchen weiter unten, was wir statt der üblichen mit Schule verbundenen Vokabularien zu bieten haben:


Bei uns gibt es...

  • Selbstbestimmung, -verantwortung
  • Gleitzeit und Ganztagsbetreuung
  • basisdemokratische Entscheidungen
  • informelles, freies und formelles Lernen
  • Individualitätsförderung
  • kontinuierliche Bezugspersonen
  • intrinsische Begeisterung und Engagement 
  • Empathie, Förderung der sozialen Fähigkeiten
  • Spontanität, Kreativität, Projekte
  • Experten und LernbegleiterInnen
  • Moderatoren, MentorInnen und Mediatoren

Unsere Lebenserfahrung, unser Vertrauen in das Kind und moderne wissenschaftliche Erkenntnisse zeugen davon, dass Leben und Lernen zusammengehört und Bildung besser durch Bindung bzw. Beziehung gelingt als ohne.
Mehr Mitsprachrecht zu erleben, persönliche große und kleine Ziele im eigenen Tempo erreichen zu dürfen und echte Selbstbestimmung im Schulalltag  zu erfahren, fördert das Lernen, 
das Selbstbewusstsein, die Potentiale und die sozialen Kompetenzen des jeweiligen Kindes in der Schule - und langfristig in dessen Leben. 


Bei uns...

  • können die Kinder und Jugendlichen den ganzen Tag ihren Interessen nachgehen.
  • hört die Freiheit des Einen dort auf, wo die des Anderen gestört wird.
  • können die SchülerInnen jederzeit ihre MentorInnen, LernbegleiterInnen und Freunde sehen.
  • stehen Arbeits- und Lernutensilien den ganzen Tag zur Verfügung.
  • können die SchülerInnen selbst bestimmen, was sie wie, wo und wie lange lernen.
  • können die Familien die Gleitzeit individuell planen.
  • kann jedeR die Schule mitgestalten.
  • hat jedeR an der Schule ein Stimmrecht.
  • werden alle großen Beschlüsse, Projekte, Regelungen und auch Teile des Budgets demokratisch per Schulversammlung beschlossen und wieder aufgehoben.

Weltweit gibt es immer mehr freie, alternative, demokratische Schulen, wie die Freien Schulen in Deutschland, die Summerhill-School in England oder die Sudbury-Valley-Schools aus den USA.
Diese Schulen bilden einen Lebensraum und sind mehr als nur ein Ort zum Pauken. Hier können die Schüler und Schülerinnen selbstbestimmt lernen und leben. Das fördert die Zufriedenheit der SchülerInnen und MitarbeiterInnen. Sie können hier ohne Druck, Zwang oder Vorgaben lernen, erleben und sich selbstständig auf vielen Ebenen einbringen.


Die Eltern bei uns...

  • vertrauen ihrem Kind.
  • lassen los.
  • stehen in Kontakt.
  • bringen sich in der Schule ein.
  • tauschen sich mit den Eltern und MitarbeiterInnen aus.
  • lernen neues kennen.
  • wählen mit ihrem Stimmrecht mit.
  • bezahlen die Betreuung ihres Kindes.
  • entwickeln Vertrauen und erleben Zuverlässigkeit in Bezug auf Schule und Betreuung.
  • erfahren ihr Kind auf vielfältigere und ungekünstelte, natürlichere Weise.

Mama- oder Papasein ist wahrlich nicht immer einfach und keine Familie ist perfekt. Jederzeit gibt es Phasen des Aufs und Abs, die Zeit und Raum brauchen. Hier soll unsere Schule ein Ohr für mehr Verständnis bieten und ein Ort für Inspiration bei elterlichen Belangen sein. In dieser Schule gibt man sein Kind nicht "nur einfach ab", sondern man nimmt an seinem Leben, an der Schule und der Schulgemeinschaft teil. Darum ist unsere Schule ein Ort für ein neues Miteinander.


Die MitarbeiterInnen bei uns...

  • hören zu.
  • unterstützen individuell.
  • begleiten persönlich.
  • fragen und regen an.
  • nehmen sich zurück.
  • bleiben offen und neugierig.
  • begeistern sich.
  • sind authentisch sie selbst.
  • bilden andere ohne Druck und Zwang - und sich selbst dabei auch.
  • engagieren sich in der Schule.
  • tauschen sich mit den Eltern aus.
  • dürfen genau so mitbestimmen wie die SchülerInnen und Eltern.

LehrerInnen sind mehr als nur Wissensvermittler einiger Fächer. Wir nennen sie lieber LernbegleiterInnen, weil sie nicht "be-lehren" sondern begleiten, beantworten, inspirieren und anbieten oder einfach nur da sein können. Dabei ist jedeR MitarbeiterIn für uns wertvoll und relevant: 
Ob KünstlerIn, HandwerkerIn, Pädagoge, Erzieher in Ausbildung oder Studium oder einfach nur Elternteil mit eigenem Spezialgebiet - jedeR hat an unserer Schule etwas wichtiges beizutragen und kann den Kindern auf seine/ihre Weise etwas mitgeben.


Und wir, der Verein, tun...

...alles, damit die DEMOKRATISCHE SCHULE FRANKFURT ein Ort zum Lernen, Leben und Begegnen wird und das auch bleibt.

  • Wir schreiben das Schulkonzept.
  • Wir vertreten unsere Schule und den Verein nach innen und außen.
  • Wir sind in Kontakt mit den Eltern, SchülerInnen und MitarbeiterInnen.
  • Wir klären alles bürokratische.
  • Wir verwalten die Finanzen.
  • Wir kommen vorbei, sehen nach dem Rechten, helfen bei Veranstaltungen mit und packen im Schulalltag selbst mit an.
  • Wir erscheinen auf Wunsch bei Schulversammlungen.
  • Wir organisieren die Vereins-mitgliederversammlungen.
  • Wir sind AnsprechpartnerInnen und vieles mehr...

Arbeit neben der Arbeit? Ja, aus Überzeugung. Aus unserem anfänglichen Enthusiasmus und dem erst übersichtlichen ehrenamtlichen Engagement für die Schulgründung ist inzwischen (glücklicherweise) ein Berg an echter Arbeit gewachsen. Damit wird aus unserer Utopie ein realer Ort: Eine Schule, die uns (ihren GründerInnen) Freude, Hoffnung und Zufriedenheit gibt, weil sie Kindern jeglichen Alters und jeglicher Herkunft eine echte Alternative in Frankfurt bieten wird. Sich seit Jahren für demokratische Bildung auf Augenhöhe und für Schulkonzepte für das praktische Leben zu engagieren, ist für uns eine sehr erfüllende Beschäftigung.


Wir freuen uns über Zuwachs!

Ob als neueR SchülerIn oder Lehramtstudent, Unterstützer- oder SpenderIn, als MitarbeiterIn oder neues Vereinsmitglied: Jede helfende Hand wird gebraucht und ist willkommen! An unserem Infotag kann man uns und das Projekt kennenlernen und hier kann man sich als neues Fördermitglied in unserem gemeinnützigen Verein eintragen und mit 60 Euro Spende im Jahr die Schulgründung voranbringen - weil jeder Euro zählt.