Das pädagogische Schulkonzept

= demokratisch - kindgerecht - anders!

Ausführlich ist auf 51 Seiten unser Schulkonzept erarbeitet. In diesem Konzept werden die Details erwähnt, die notwendig sind, um unsere demokratischen, sozialen und ökologischen Grundprinzipien im schulischen Alltag zu ermöglichen. Viele Monate hat das Gründungsteam aus unermüdlichen Eltern und PädagogInnen an diesem Konzept gefeilt, Inhalte hinterfragt, Meinungen reflektiert, die Wortwahl ausformuliert und natürlich auch Rechtschreibung und Layout überarbeitet, nun ist es zu 99% fertig: Das pädagogische Schulkonzept einer neuen demokratischen Alternativschule, die nun endlich in Frankfurt belebt und gelebt werden soll.

 

Kurz gefasst, geht es in unserem Konzept unter Anderem um lösungsorientierten Umgang mit Konfliktsituationen, lerntheoretische Erkenntnisse und informelles Lernen, um Aushandlungsprozesse auf Augenhöhe, Altersdurchmischung, gehirngerechtes Lernen und Lernen nach individuellem Lerntypus/ -tempo und auch Gewaltfreie Kommunikation, ökologische Bildung, Körperbewusstsein uvm. Einblicke in das gesamte Schulkonzept kann man immer am Infotag oder natürlich als Vereinsmitglied bekommen. Auszüge aus dem Schulkonzept sind unter diesem Text veröffentlicht.

 

Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über euren Kontakt. Ihr könnt uns gerne auf unserer Facebookseite entdecken und am nächsten Infotag vorbeikommen.

Konzeption

Demokratische Schule Frankfurt

Integrierte Gesamtschule und Grundschule in freier Trägerschaft

Es folgen einige Originalauszüge aus dem Schulkonzept, sowie kurze Zusammenfassungen des Inhalts:

Vorwort

Viele Menschen, Schulen, Schulgründungen und Informationen aus der Wissenschaft haben uns inspiriert, unterstützt und das nötige Know-How vermittelt, um diese Schule zu gründen. Für allen Austausch und die zukünftigen Kooperationen möchten wir uns hier herzlich bedanken.

„Wir hoffen, mit diesem Konzept eine neue Schule in Frankfurt etablieren zu können, die den Zugang zu demokratischer Bildung für Kinder und Jugendliche ermöglicht und damit einen Beitrag zum demokratischen Miteinander in unserer Gesellschaft leistet.“

Einleitung

„Schule als Ort der gelebten Demokratie,

Schule als Lern- und Lebensraum,

Schule mitten in der Gesellschaft

– das ist unsere Schule: Die Demokratische Schule Frankfurt.“

Die Demokratie zeichnet den Alltag unserer Schule aus. Mitbestimmung  und Mitgestaltung kann hier gelebt werden, wie bereits an vielen Schulen Deutschlands (z.B. Freie Schule Leipzig, Kapriole, Demokratische Schule X). Das selbstbestimmte Leben und Lernen für die Erwachsenen und Kinder machen ebenfalls diese Schule aus.

Der Standort Frankfurt bietet uns vielfältige Möglichkeiten, als Stadtschule Kultur, Projekte, Natur und weitere Ressourcen näher zu bringen.

Schulform

Die DSF wird eine genehmigte Ersatzschule (Privatschule) von der 1. Bis 10. Klasse sein. „Als Demokratische Schule folgt sie in ihrer Organisation und ihrer Pädagogik den Prinzipien Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.“

Demokratische Schule

„Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – das sind große Worte. Als Organisationsprinzipien des Staates werden sie von der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland anerkannt und für gut befunden. Dennoch sind diese Prinzipien für die meisten Menschen außerhalb von öffentlichen Wahlen nicht unmittelbar Bestandteil ihres alltäglichen Lebens.“ Mittlerweile haben sich jedoch Organisationen und Schulen entwickelt, die mehr Demokratie ermöglichen. Auch in der Politik wird mehr und mehr erkannt, dass die frühe Bildung der demokratischen Kultur gestärkt werden sollte.

„Im Europäischen Jahr der Demokratieerziehung des Europarats (2005) wurde eine Europäische Charta für eine demokratische Schule ohne Gewalt erarbeitet. Darin heißt es: 

  • „1. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft haben das Recht auf eine sichere und friedliche Schule. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, dazu beizutragen, dass ein positives und anregendes Umfeld für das Lernen und die Entwicklung der Persönlichkeit geschaffen wird.
  • 2. Jede einzelne Person hat das Recht auf eine gleichwertige Behandlung und gegenseitigen Respekt, ungeachtet jeglicher persönlicher Unterschiede.
  • 3. Die Schulgemeinschaft stellt sicher, dass jeder sich seiner Rechte und Pflichten bewusst ist.
  • 4. Jede demokratische Schule hat ein demokratisch gewähltes Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern der Schülerschaft, der Lehrerschaft, der Eltern und, wo erforderlich, aus anderen Mitgliedern der Schulgemeinschaft zusammensetzt. Alle Mitglieder dieses Gremiums sind berechtigt, mit abzustimmen.
  • 5. In einer demokratischen Schule werden Konflikte auf eine gewaltfreie und konstruktive Art und Weise in Zusammenarbeit aller Mitglieder der Schulgemeinschaft gelöst. [...]
  • 6. Jeder Fall von Gewalt wird sofort untersucht und bearbeitet. Ihm wird nachgegangen, unabhängig davon, ob Schüler oder irgendein anderes Mitglied der Schulgemeinschaft darin verwickelt sind. [...]“ [Europarat 2005].“

„Eine Demokratische Schule ist ein Ort der gegenseitigen Achtung: Da jeder Schüler und jede Schülerin seinen bzw. ihren selbstgesetzten Zielen nachgeht, existiert eine Vielfalt an Aktivitäten, Einstellungen und Ansichten. Jede/r wird in seinem/ihrem Denken, Handeln und Sein respektiert, solange er die Schulregeln einhält. Wer die Erfahrung macht, respektiert zu werden, respektiert mit größerer Wahrscheinlichkeit auch andere. 

Ein Rechtssystem, in dem niemand Willkür befürchten muss, schafft Vertrauen in die Rechtsordnung und schärft das Rechtsbewusstsein. Wenn SchülerInnen sich mit Hilfe eines Rechtssystems gegen Übergriffe wehren und berechtigte Ansprüche durchsetzen können, beugt das Gewalttätigkeiten vor und nützt den jeweils Schwächeren. Wir sehen das demokratische Miteinander unserer zukünftigen SchülerInnen und LernbegleiterInnen als Beitrag für eine positive Mitgestaltung der Gesellschaft Europas.“

Integrierte Gesamtschule

„Der Sekundarbereich der Demokratischen Schule Frankfurt ist eine Integrierte Gesamtschule von der 5. bis zur 10. Klasse [§ 11 Hess. Schulgesetz]. In der Demokratischen Schule haben die SchülerInnen die Möglichkeit, jahrgangsübergreifend gemeinsam zu lernen. SchülerInnen werden weder durch Altersstufen, äußere Fachleistungsdifferenzierung noch durch Sitzenbleiben voneinander getrennt. Alle Möglichkeiten bleiben für die SchülerInnen offen. Sie können jederzeit in dem jeweils relevanten Fach, Thema, Bereich oder Projekt lernen und spielen.“

Grundschule mit besonderem pädagogischen Ansatz

Im Grundschulbereich erfahren die Kinder gelebte Demokratie von Anfang an. Sie wachsen in einem Lebensumfeld auf, das sie mitgestalten können und in dem sie gleichberechtigt mit allen anderen Einfluss nehmen können. Dabei werden sie von den Erwachsenen oder älteren SchülerInnen ihrem Alter entsprechend unterstützt und begleitet. Das Lernen findet altersgemischt und nicht nach Klassen sortiert statt. Es können sich verschiedene Kurse, Gruppen, Projekte bilden und jederzeit kann das Selbstlernen stattfinden. „Durch den schulformübergreifenden Ansatz gewährleistet die Schule eine Kontinuität der Bezugspersonen und des Lernortes ohne den obligatorischen Bruch beim Übergang in eine weiterführende Schule.“

Schule für alle

Wir möchten eine inklusive und diversitäre Schule, damit jedes Kind die gleichen Chancen und Rechte bekommt, sich gemäß der individuellen Interessen, Neigungen und Möglichkeiten zu entfalten. 

„Unter Diversität verstehen wir die Unterschiedlichkeit zwischen Menschen hinsichtlich ihrer Herkunft, Religion und Sexualität. Die Demokratische Schule Frankfurt steht grundsätzlich jedem Kind, jedem Jugendlichen, allen Eltern offen – unabhängig von finanziellen Voraussetzungen und individuellen Fähigkeiten oder Behinderungen. Wichtigstes Kriterium für einen Besuch der Demokratischen Schule Frankfurt ist, dass SchülerInnen, Eltern und MitarbeiterInnen sich bewusst und konsequent für das Konzept der Schule entscheiden und sich darauf einlassen. 

Wir haben den Anspruch, Inklusion nach Kapazität zu ermöglichen. Jede Bewerbung wird individuell betrachtet, der Förderbedarf wird festgestellt und zum Wohle des Kindes gemeinsam mit den Eltern geklärt. ... Dabei sollen SchülerInnen mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ am gesamten Schulleben gleichberechtigt und zusammen mit ihren MitschülerInnen teilnehmen. Durch kleine Kurse, den/die persönliche/n MentorIn und ggf. eine Inklusionsfachkraft soll an unserer Schule die individuelle Begleitung ermöglicht werden.“

Schulgemeinschaft und Schulstruktur

„Die Struktur der Demokratischen Schule Frankfurt ist zunächst geprägt durch die Schulversammlung und den Fairhandlungskreis. Zudem gibt es Arbeitskreise und Gremien, in denen sich SchülerInnen, MitarbeiterInnen und Eltern einsetzen können, wobei informelle Hierarchien (siehe Kap. 3.5) vermieden werden sollen. Unterstützt wird die Schulgemeinschaft durch ein gewähltes Gremium des Trägervereins. Der Trägerverein wählt 3 bis 5 Mitglieder, deren Aufgabe in der Unterstützung der Schule liegt.“

Demokratische Strukturen

Verschiedene Möglichkeiten, Entscheidungen zu verhandeln und einzufordern können mit verschiedenen demokratischen Methoden angewandt werden. Neben der Schulversammlung, die mit demokratischer Abstimmung stattfinden kann, vermitteln wir auch die Soziokratie, bei der das Konsentprinzip gilt: Es wird in mehreren Gesprächsrunden nach einer für alle tragfähigen Lösung gesucht, bis zumindest niemand mehr einen schwerwiegenden, begründeten Einwand hat. „Das Ziel ist, Entscheidungen zu treffen, die von allen, die es betrifft, mitgetragen werden, ohne die Kraft einer überstimmten Minderheit zu verlieren.“ Diese Treffen/Versammlungen werden von einer gewählten Moderation, Agenda und dem Protokoll umspannt.

Schulversammlung

Die Schulversammlung findet mehrmals in der Woche statt. Mitarbeiter- und SchülerInnen kommen hier zusammen, jede Stimme wird gehört. Die Entscheidungen werden anhand verschiedenen demokratischen Beschlüssen verfasst. Es werden beispielsweise die Regeln der Schule, das vom Verein zugewiesene freie Budget, Lernangebote, Exkursionen und Renovierungen besprochen. Auch eigene Anliegen oder Appelle können eingebracht werden. „Die Schulversammlung stellt eine gute Gelegenheit dar zu lernen, vor Publikum zu sprechen und sich verständlich auszudrücken. Sie praktiziert eine Diskussionskultur, in der man einander ausreden lässt und sich gegenseitig zuhört, in der jede/r ermutigt wird, die eigene Meinung, Bedenken oder Vorschläge zu äußern – eine Diskussionskultur, in der gemeinsam nach guten Lösungen gesucht wird.“

Regelbuch

"Die in der Schulversammlung beschlossenen Regeln werden mit Datum und Entstehungsgeschichte in das Regelbuch eingetragen und sind für alle jederzeit einsehbar. Hierauf kann sich bezogen werden, wenn ein Konflikt entstanden ist oder Unklarheiten bestehen. Der Fairhandlungskreis (siehe Kap. 3.3.) nutzt dieses Regelbuch als Arbeitsgrundlage. Die Regeln können jederzeit im Rahmen der demokratischen Prozesse wieder verändert werden und werden dann im Regelbuch bearbeitet oder herausgelöscht.“

Fairhandlungskreis

„Der Fairhandlungskreis ist das Gremium der Schule, das sich mit Regelverstößen und Konflikten befasst. Es besteht aus mindestens einer/m MitarbeiterIn und mindestens zwei SchülerInnen unterschiedlicher Altersgruppen. … Zweck des Fairhandlungskreises ist die Durchsetzung der demokratisch beschlossenen Regeln, darunter vor allem der Schutz der Rechte des/r Einzelnen. Mit dem Fairhandlungskreis gibt die Schule den Schwächeren ein Instrument an die Hand, sich gegen Übergriffe zu wehren.“

Wenn also ein Konflikt entstanden ist, der in der jeweiligen Situation nicht kurzerhand geklärt werden kann oder ein problematisches Verhalten über längere Zeit anhält, kann der/die Betroffene dies bei der Fairhandlung anmelden/anzeigen, die Sitzung findet statt, jedeR kann die Vorkommnisse schildern, es wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht oder eine Konsequenz vom Fairhandlungskomitee herausgearbeitet (z.B. Verwarnung, Wiedergutmachung, gemeinnützige Arbeit in der Schule, zeitweiliger Ausschluss von Teilen des Schulgebäudes bis hin zur Empfehlung des Schulausschlusses).

„Entscheidungen des Fairhandlungskreises, die als ungerecht empfunden werden, können und müssen in zweiter und letzter Instanz vor der Schulversammlung erneut diskutiert und entschieden werden. An die Stelle des Fairhandlungskreises kann auch eine gesonderte Schulversammlung treten, die die Aufgaben des Fairhandlungskreises übernimmt.“

Mediation und Schlichtung

„Das zentrale Anliegen einer Mediation besteht darin, die Konfliktparteien miteinander ins Gespräch zu bringen und dabei Inhalts- und Beziehungsaspekte voneinander zu trennen, individuell unterschiedliche Wahrnehmungen als Konfliktfaktoren anzuerkennen oder einen Perspektivenwechsel vorzuschlagen. Hier kann die Gewaltfreie Kommunikation [Rosenberg 2001, 2013] unterstützen. Sowohl SchülerInnen als auch MitarbeiterInnen können Mediatoren sein.“

Kommunikations- und Reflexionsstrukturen

„Die Demokratische Schule Frankfurt ist sich bewusst, dass auch in demokratischen Strukturen Dynamiken entstehen können, die nicht der Idealvorstellung von demokratischen Prozessen entsprechen. So treffen auch bei den Entscheidungsprozessen in der Demokratischen Schule Frankfurt Personen mit unterschiedlichen Herangehensweisen und verschiedenen Denkstrukturen aufeinander. Unterschiede in Wortgewandtheit, Wissensstand und der zur Beurteilung einer Situation erforderlichen Analysefähigkeit können zu Dominanzen führen, die von einigen Beteiligten aber mitunter gar nicht wahrgenommen werden. … Wo es informelle Hierarchien oder unausgesprochene Interessen gibt, sollten diese angesprochen und somit aufgedeckt werden. Dazu gehört, zu lernen, auf zweierlei Art mit Kritik umzugehen - zum einen als Empfänger, zum anderen als Kritik Übender. Dies verlangt manchmal auch den Mut, einen Freund zu kritisieren. Gleichzeitig gilt es zu lernen, wie man eine Sache kritisiert, ohne die Persönlichkeitsrechte seines Gegenübers zu verletzen. Dies ist beispielsweise durch Gewaltfreie Kommunikation möglich.“ In der DSF werden des Weiteren Reflexionsprozesse durch Teamsitzungen, Elternabende, Unterstützung durch den Trägerverein uvm. ermöglicht.

Kommunikationsstrukturen

„Da aufgrund der Schulstruktur nicht mit Stundenplänen gearbeitet wird, nutzen wir Aushänge an Informationstafeln (oder auch elektronische Informationsformen). … Sie geben Auskunft über Lernmöglichkeiten und Organisatorisches und bieten beispielsweise einen Überblick zu persönlichen Interessen, Lernangeboten, Lerngesuchen, sowie die Möglichkeit Mitlerner- oder ExpertInnen zu finden oder zu organisieren. Dabei können sowohl SchülerInnen als auch Erwachsene ExpertInnen sein.“ Zusätzlich werden alle gemeinsamen Beschlüsse für Verständlichkeit und Transparenz an einem festen Ort zugänglich gemacht. „Es ist uns wichtig, durch Text und Bild altersgerechte Zugänge zum Verstehen zu ermöglichen, beispielsweise durch Fotos der LernbegleiterInnen, Piktogramme zu Informationstafeln und Gebäude usw. Darüber hinausgehende Kommunikationshilfen werden bei Bedarf angeboten (z.B. Unterstützte Kommunikation, Gebärden).“

Pädagogische Grundgedanken

Kulturtechniken sind wichtig, die volle Entfaltung der individuellen Fähigkeiten der SchülerInnen ebenso. Bildung ist mehr als Prüfungswissen. Interkulturelle, ökologische, gesundheitliche und demokratische und kommunikative Bildung können an der DSF ebenso erfahren werden. „„Neben Sach-, Orientierungs- und Handlungswissen geht es um die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen, wie Wahrnehmungs- und Erfahrungsfähigkeiten, Konfliktlösungs- und Urteilsfähigkeit, Kreativität, vernetztes Denken, Kooperations- und Entscheidungsfähigkeit“ [DGB-Bundesvorstand 2008].“

Bildung - ein Menschenrecht

„Bildung ist ein Menschenrecht, wie es in § 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgehalten ist: 

„(1) Jeder hat das Recht auf Bildung. [...] 

(2) Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.“ [Vereinte Nationen 1948]"

Kulturtechniken und Fachwissen

„Die Demokratische Schule Frankfurt legt einen hohen Wert auf das Erlernen der Kulturtechniken und bietet dazu vielseitige Zugänge an. Die kindliche Begeisterung, Neugierde und das intrinsische Lernen werden in der Demokratischen Schule Frankfurt unterstützt durch eine vorbereitete Umgebung, neugieriges Sondieren, Kontakte zu älteren, jüngeren und gleichaltrigen SchülerInnen, vielfältige Materialien (Bücher, Werkzeug, Medien) und die flexibel verfügbaren LernbegleiterInnen (MentorInnen, FachlehrerInnen und pädagogische MitarbeiterInnen; siehe Kap. 5.4 und 5.5).“

Persönlichkeitsentfaltung

„Die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen ist an der Demokratischen Schule Frankfurt ein übergeordnetes pädagogisches Ziel. Darunter verstehen wir die Förderung eines positiven Selbstkonzepts sowie Selbstwirksamkeitserfahrungen. Beides hat einen direkten Einfluss auf den Lernerfolg der Kinder und Jugendlichen. Durch die Stabilisierung des Selbstkonzepts gewinnen Kinder und Jugendliche Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und so eine größere Freiheit und Sicherheit im eigenen Handeln [Hüther 2010]. Dies wird in unserer Schule unter anderem dadurch gefördert, dass jede/r SchülerIn in seinem/ihrem eigenen Tempo und entsprechend dem individuellen Wissensstand und den persönlichen Fähigkeiten in einem bewertungsfreien Rahmen lernen kann.“

Körperbewusstsein

„Wir achten das Bedürfnis des Kindes nach körperlichem Erleben, nach Bewegung und Entwicklung, und wir integrieren dabei Erkenntnisse aus der Motologie: 

„Der Mensch wird als aktives Wesen, das nach Autonomie und Unabhängigkeit strebt und ein Bedürfnis nach sinnvollem Dasein hat, betrachtet. Psychische, kognitive, emotionale, soziale und somatische Prozesse sind aufeinander bezogen, an jeder Handlung ist immer der ganze Mensch beteiligt. …[Zimmer 2004, S. 55]“"

Damit die Kinder schon früh lernen, ihren eigenen (körperlichen) Bedürfnissen zu folgen, bieten wir die eigene Rhythmisierung des Schulalltags und verschiedene Materialien und Bewegungsangebote, wie Tanz und Theater oder Sport am Morgen. Raum wird auch gegeben für das bewusste in sich Spüren und Hören, um gesund zu bleiben, auf das eigene Frühwarnsystem zu hören und zu reagieren.

Soziale und kommunikative Bildung

„Soziale Kompetenz und soziale Intelligenz wird im Miteinander gelernt. Die Demokratische Schule Frankfurt bietet mit ihrem offenen Konzept viele Möglichkeiten für SchülerInnen, Freundschaften zu knüpfen und Interessengruppen zu bilden und wieder aufzulösen. Zu den Essenszeiten und Schulversammlungen kommen alle SchülerInnen zusammen und erfahren ein Gemeinschaftsgefühl, das in kleinen Gruppen, z.B. Aufführungen und Projekten, intensiviert wird. Durch die Verschiedenheit der SchülerInnen werden sie auch für Inklusion sensibilisiert und können sich persönlich in die Gemeinschaft einbringen.“ Die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg bietet hier eine Grundlage, um die eigenen Bedürfnisse auszusprechen und die des Gegenübers bewusster wahr- bzw. ernstzunehmen.

Ökologische und gesellschaftliche Bildung

„Ein nachhaltiger und bewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist Teil des Schulkonzeptes. Der Aspekt, dass wir mit allem, was wir tun, unmittelbar oder mittelbar unsere Umwelt beeinflussen, soll von allen immer wieder mitbedacht werden. Fragen zum Klimawandel, der Umgang mit Wasser, Energien und Ressourcen sind ein Teil davon. Ziel ökologischer Bildung ist jedoch nicht nur Wissenserwerb, sondern auch die Befähigung jedes Einzelnen, aktiv und eigenverantwortlich die Zukunft mitzugestalten. … Gärtnerisches Arbeiten, Gestalten mit Naturmaterialien, Umgang mit Tieren und Pflanzen sowie Exkursionen ermöglichen Kindern und Jugendlichen, sich als Teil der Natur wahrzunehmen und einzuordnen. Sie erfahren die Natur somit als schützenswerten und lebensnotwendigen Raum und erlernen einen respektvollen und nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.“

Ein weiteres wesentliches Bildungsziel der Demokratischen Schule Frankfurt ist, „eine Kultur zu fördern, in der Menschen zu ihren Überzeugungen stehen, sich gesellschaftlich engagieren, sich für Schwächere einsetzen und Zivilcourage zeigen. Die SchülerInnen sollen durch einen offenen, authentischen Austausch untereinander und mit den Erwachsenen zu den genannten gesellschaftlichen und ökologischen Fragen beim Aufbau eines Wertebewusstseins und bei der Entwicklung zu verantwortungsbewussten (Welt-)BürgerInnen unterstützt werden.“

Es wird ein von der Schulversammlung festgelegtes Taschengeld von Seitens der Eltern geben, um den SchülerInnen den Umgang mit Geld und Teilhabe und Autonomie zu ermöglichen. „Dabei legen wir Wert darauf, dass es in der Höhe keine große Spanne zwischen etwa gleichaltrigen SchülerInnen gibt und auf die Einkommenssituation aller Familien Rücksicht genommen wird.“

Interkulturelle Bildung

„Unsere Sprache, Umgangsformen und unsere Sicht auf die Welt sind jeweils nur eine Möglichkeit unter vielen. Wir versuchen mit den SchülerInnen die globale, kulturelle Vielfalt erlebbar zu machen, um andere Kulturen und Werte besser zu verstehen.“ Dafür möchten wir mit Austausch und Vernetzung, sowie Gruppenfahrten ins Ausland, andere Sichtweisen, Gewohnheiten und Sprachen vermitteln.

Besondere pädagogische Prägung der Grundschule

Das besondere gesellschaftliche Interesse an unserer privaten Grundschule begründet sich dadurch, dass „in der Stadt Frankfurt Antworten gefunden werden müssen auf den abnehmenden gesellschaftlichen Zusammenhalt, Fragen des Umweltschutzes und nicht zuletzt gesunde Lebensbedingungen insbesondere für die Kinder in der Stadt. ... Die Demokratische Schule Frankfurt kann und will dazu durch Prävention einen Beitrag leisten:“

Stärkung der Demokratie

„Wir sind davon überzeugt, dass eine Demokratie umso stabiler und funktionsfähiger ist, je mehr Vertrauen ihre Mitglieder in das System haben. Und dieses Vertrauen entsteht und wird kontinuierlich gefestigt, wenn sie erleben, dass sie ihr Lebensumfeld mitgestalten können und gleichberechtigt mit allen anderen Einfluss nehmen können. … Genau diese Erfahrung möchten wir den Kindern an unserer Schule ermöglichen: in der Demokratischen Schule Frankfurt sind sie unabhängig von ihrem Alter und ihrer Entwicklung gleichberechtigte und gleichwürdige Mitglieder einer Gemeinschaft. Hier werden die Regeln des Schulalltags im gleichberechtigten Miteinander aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auf demokratische Weise verhandelt, beschlossen und ggf. wieder verändert.“

Gesellschaftliche Teilhabe

Wir möchten so früh wie möglich die gesellschaftliche Teilhabe an Kinder aller Schichten und Herkunft ermöglichen, indem wir ein schulisches Umfeld schaffen, in dem keinerlei Selektion stattfindet. 

„Dieses Umfeld ist hervorragend geeignet, um alle Kinder gleichberechtigt zu integrieren. Wer z.B. körperliche oder sprachliche Nachteile gegenüber den anderen hat, erhält Unterstützung durch die Erwachsenen, aber sicherlich auch durch andere Kinder und Jugendliche an der Schule. Da auf Vergleiche der SchülerInnen untereinander verzichtet wird, findet keine Abwertung von vermeintlich Schwächeren statt.“

Körperliche und psychische Gesundheit von Kindern

„KinderärztInnen, Krankenkassen und wissenschaftliche Studien weisen verstärkt darauf hin, dass bereits Kinder heutzutage in großer Zahl an chronischen (z.B. Rücken- und Kopfschmerzen) und psychischen Erkrankungen leiden. Häufige Ursachen sind Bewegungsmangel, Stress durch familiäre und schulische Erwartungen sowie fehlende Zeit zur freien Entfaltung. Auch hier können wir mit unserem präventiven Ansatz einen förderlichen Beitrag leisten. Die freie Zeiteinteilung, der individuelle Rhythmus zwischen Aktiv- und Ruhephasen, Spielen und die jederzeit mögliche Bewegung an unserer Schule haben einen nachgewiesenen positiven Effekt auf die Gesundheit der Kinder [Renz-Polster, Hüther 2016, S. 80]. Der Verzicht auf Leistungserwartungen und das Vertrauen in die intrinsische Lernmotivation der Kinder lassen Prüfungsangst oder Lerndruck gar nicht erst entstehen.“

Entlastung der Familien

Einige Punkte zur Entlastung des Familienalltags seien genannt: Es findet kein zwangsläufiger Schulwechsel ab der 5. Klasse statt, die Geschwisterkinder müssen nicht an mehrere Schulstandorten gebracht werden, durch die Gleitzeit kann die Betreuungszeit individuell verkürzt oder verlängert werden, die Nachmittagsbetreuung ist gewährleistet, es gibt keine Hausaufgaben, die die Eltern kontrollieren müssen, auf Familienfeste, Arbeitszeiten und Reisen wird Rücksicht genommen.

Besondere pädagogische Prägung des Grundschulbereichs

Demokratische Schulstruktur

An dieser Schule können Kinder ihre Anliegen und die Belange der Gruppe einbringen, diskutieren und beschließen. In der aktiven Teilnahme in der Schulversammlung werden sie durch MentorInnen unterstützt. Sie können mit allen MitarbeiterInnen auf Augenhöhe jederzeit kommunizieren und Fragen stellen, ohne eine Bewertung zu befürchten.

Selbstbestimmt Leben und Lernen

„Ebenso findet im Grundschulbereich das Lernen in altersgemischten Gruppen statt, wobei die Altersspanne von den gemeinsamen Interessen geleitet natürlich bis in die Sekundarstufe hineinreichen kann. Dies erweitert die Möglichkeit der Selbsterfahrung in Lernprozessen enorm, sowohl in der Erfahrung des Lernens als auch des Lehrens. … Darin werden sie unter anderem durch den Peer-Ansatz in vielen Bereichen auch von den älteren Kindern und Jugendlichen aus dem Sekundarbereich gefördert und gefordert.“, weil sie von Natur aus meist einen engeren Draht zu den SchülerInnen haben, die sie so inspirieren, motivieren und begeistern.

„Durch das Angebot einer übergreifenden Gesamtschule kann persönlichen Lernprozessen und Interessen der Kindern in einem größeren Zeitrahmen nachgegangen werden. Zum Beispiel können Lerninteressen, die zum Lernplan zeitversetzt auftreten, sowohl früher als auch später in der Schullaufbahn aufgegriffen werden. Durch die Lernbegleitung werden diese Prozesse unterstützt und auch dokumentiert, um den Rahmenrichtplan über die Gesamtschulzeit abzudecken.“

Familien und Gesellschaft

„Es ist uns ein Anliegen, nicht nur die Kinder und Jugendlichen an der Schule sondern auch die Familien in einer selbstbestimmten Lebensgestaltung zu unterstützen. Damit greifen wir auch gesellschaftliche Entwicklungen auf, die den Ausbau von Ganztagsschulen und einen inklusiven Ansatz fordern. Dabei ist es für Kinder im Grundschulalter wichtig in stabilen Beziehungen aufzuwachsen, die Geborgenheit und Vertrautheit als Konstanten vermitteln für ihr Wachsen und Lernen.“

Lernen an der DSF

„Die Anforderungen an das Leben in der modernen Gesellschaft unterliegen seit der rasanten Entwicklung hin zu einer Wissensgesellschaft einem permanenten Wandel. Wir wissen nicht, wie die Lebens- und Arbeitswelt der heutigen Kinder und Jugendlichen einmal aussehen wird. Damit sie ihr vielfältiges Potenzial bestmöglich ausschöpfen können, werden unterschiedlichen Lernprozessen und Lernansätzen in der Demokratischen Schule Frankfurt viel Raum und Zeit gegeben.“

Wir ermöglichen eine Bandbreite an Lernmöglichkeiten: Lernvereinbarungen, Angebote, selbstorganisierte Kurse, Exkursionen und Praktika. „Lernvereinbarungen werden im Allgemeinen zwischen zwei Personen oder in einer kleinen Gruppe getroffen und finden im engen, persönlichen Rahmen statt. Kurse finden in vergleichsweise größeren Gruppen statt und haben eher formellen Charakter.“

„SchülerInnen und MitarbeiterInnen vereinbaren gemeinsam, was gelernt wird, auf welche Weise, wann, wie oft und wo gelernt wird. Daher erfordern vereinbarte Angebote und Kurse von SchülerInnen und MitarbeiterInnen verantwortungsbewusstes, respektvolles Verhalten und das Einhalten von Abmachungen.“

Lernen

„Der Alltag, das Leben und die eigenen Interessen stellen den Kindern eine Fülle an Themen und Lernfeldern zu Verfügung. Es braucht weniger theoretische Problemstellungen von außen, als das Aufgreifen und eine aufmerksame Begleitung der Fragen, Aufgaben und Projekte, die die Kinder und Jugendlichen (sich) selbst stellen.“

Lebensnahes Lernen

„Themen und Lernangebote kommen in der Regel reichlich aus dem Umfeld der Kinder. Diesen wollen wir Zeit und Raum geben, in aller Tiefe nachzugehen. Das geschieht durch eine vorbereitete Umgebung, Freiarbeitsmaterialien, LernbegleiterInnen, Zugang zu Expertenwissen und Exkursionen. Damit fördert die Demokratische Schule Frankfurt, dass SchülerInnen in fächerübergreifenden und fächerverbindenden Zusammenhängen und projektorientiert lernen können. Interdisziplinäres Lernen lässt sich aus lerntheoretischer Sicht begründen, da das Gehirn assoziativ und vernetzt arbeitet. Wenn die Lernenden eigene Zusammenhänge zwischen Sachverhalten verschiedener Fachbereiche herstellen können, begünstigt dies die Wissenskonstruktion. Damit werden auch Kulturtechniken anwendungsbezogen und oft implizit gelernt.“

Durch teilweise eigene bzw. begleitete Versorgung und Organisation eignen sich SchülerInnen wichtige Handlungskompetenzen an, z.B. bei der Ernährung (Essensplanung, Speisenzubereitung, Anbau) und Bekleidung (Art und Weise, Herstellung), der Raumgestaltung und Einrichtung (Nutzung, Herstellung, Gestaltung), der individuellen Rhythmisierung von Lern- und Erholungsphasen sowie der Organisation von Vorhaben (Materialbeschaffung, Umsetzungsplanung). 

„Um den Kindern und Jugendlichen den Rhythmus der Natur und das Erleben der natürlichen Zusammenhänge zu ermöglichen, steht die Natur als Arbeitsraum außerhalb des Schulgebäudes ebenfalls zur Verfügung. Sie bietet Raum für vielfältige Erfahrungen und Einblicke, die weit über biologische Erkundungen hinausgehen. Ein weiterer Aspekt ist das direkte körperliche Erfahren der Natur und des Wetters z.B. beim Unterwegssein, Hütten bauen und Zelten [Renz-Polster, Hüther 2016].“

Neugieriges Sondieren und freies Spielen

An dieser Schule darf gespielt werden! Es darf sich auch gelangweilt werden. Aus dem Spiel und dem Langweilen und dem neugierigen Sondieren heraus entstehen wichtige, lebensrelevante und vielschichtige Lernsituationen, die es zu fördern gilt.

Informelles Lernen

„Das natürliche Interesse, dem beim informellen Lernen nachgegangen wird, ermöglicht eine hohe Konzentration und Ausdauer, um sich ein selbstgestecktes Themengebiet zu erschließen [Harring, Witte, Burger 2016]. Da Lernen ein aktiver, konstruktiver Prozess ist, wird den SchülerInnen an der Demokratischen Schule Frankfurt der nötige Freiraum gegeben, eigene Fragen zu entwickeln, diesen nachzugehen, sie zu vertiefen, solange sie möchten und auf diese Weise forschend zu lernen. Die Voraussetzung dafür ist zunächst, dass eigene Fragen entstehen können. SchülerInnen müssen die Gelegenheit haben, sich zu wundern, zu staunen, zu zweifeln und irritiert zu sein.“

Selbstbestimmtes Lernen

„Selbstbestimmtes Lernen bedeutet, dass die Lernenden auf Grund ihrer individuellen Erfahrungen, Bedürfnisse und Interessen selbst bestimmen, was sie lernen wollen. Der/die Lernende ist uneingeschränkt Subjekt seiner bzw. ihrer eigenen Lernprozesse [Gray 2013]. Dabei legt die Demokratische Schule Frankfurt Wert darauf, dass die Kinder und Jugendlichen in ihren Lernprozessen in ihrer ganzen Person gesehen und angesprochen werden. Denn Lernen ist ein höchst individueller Vorgang, beeinflusst durch eigene Erfahrungen, eigenen Lerntypus, eigenes Tempo und Interesse. Die Motivation zu Lernen entspringt ebenso aus sehr vielfältigen Quellen. Emotionen und der Umgang mit ihnen sowie der Körper und körperliche Zugänge sind wichtige Faktoren, die mit einbezogen werden müssen. Ebenso findet Lernen immer in Beziehungen und Sinnzusammenhängen statt, denen Raum und Zeit zugestanden werden müssen.“

Dabei können die Kinder von Lernbegleiter- und MentorInnen unterstützt werden, um Themen zu strukturieren, Lehrpläne zu erstellen, sie einzuhalten, die richtigen Quellen und Orte für das Themengebiet zu finden.

Lernbereiche

„An der Demokratischen Schule Frankfurt gibt es strukturell keine Trennung der verschiedenen Lernbereiche, da sie im Alltag fließend ineinander übergehen. Dennoch sollen sie im Folgenden differenziert betrachtet werden, da sie durch räumliche Gestaltung, Materialien und FachexpertInnen als LernbegleiterInnen im Schulalltag verankert sein können. Wir beziehen uns hier auf die als Schulfächer vorgegebenen Inhalte der Bildungsstandards und Inhaltsfelder des neuen Kerncurriculums für Hessen (Hrsg. Hessisches Kultusministerium) für die Grundschule und bis zur 10. Klasse.“ Die Bildungsstandards bieten die notwendige Orientierung für die vielen möglichen Angebote in unserer Schule, seien es Räume, Informationsmaterialien, Experimente, Zertifikationen, Zugang zu ExpertInnen, Exkurse uvm.

Sprachlicher Bereich: Deutsch und Fremdsprachen

„An der Demokratischen Schule Frankfurt können Deutsch und Fremdsprachen in authentischen Alltagssituationen gelernt werden. So nimmt die mündliche Kommunikation im Alltag einen bedeutenden Raum ein. … erzählen, plaudern, im Konflikt verhandeln, die eigene Sichtweise darstellen, das Gegenüber hören, im organisierten Gesprächskreis Rederegeln entwickeln und umsetzen, sachlich argumentieren, Produkte und Ergebnisse zeigen und beschreiben, Entdeckungen und Erfahrungen an andere weitergeben etc.“

„Im schriftsprachlichen Bereich steht den Kindern und Jugendlichen in der Schulbibliothek eine zunehmende Auswahl verschiedener Text- und Literaturgattungen, Sachtexte und Gesetzestexte zur Verfügung (auch in mehreren Sprachen). Dies wird ergänzt durch externe Bibliotheken und Literaturrecherche im Internet. Schreibanlässe zum freien Schreiben finden sich vielfältig im Alltag der Kinder und Jugendlichen. Geschichten verfassen, Versuche protokollieren, Argumente verschriftlichen, Versammlungen dokumentieren u.v.m. sind Möglichkeiten, um Freude an Schrift sowie Sinn und praktischen Nutzen des Schreibens konkret zu erfahren.“

„Da Sprache ein wichtiger Baustein zur Teilhabe und Integration ist, ist es uns ein besonderes Anliegen, diese von Anfang an intensiv zu fördern. … Wir sind bestrebt, für alle SchülerInnen möglichst früh Englisch als Fremdsprache anzubieten. Durch eine qualifizierte Lernbegleitung werden die SchülerInnen altersspezifisch mit der Sprache vertraut gemacht, wobei der Fokus (wie auch bei der Muttersprache) zuerst auf einem entspannten Spracherwerb liegt, bevor sie mit dem Schriftspracherwerb und der Analyse der grammatikalischen Strukturen beginnen [Wild 2001, S. 239]. Vielfältige Materialien zum selbstständigen Fremdspracherwerb sollen das Angebot (sukzessive) ergänzen (z.B. Bücher, computergestützte Lernmaterialien, Filme).“

Mathematischer Bereich

„Die Kinder und Jugendlichen haben im Rahmen des lebensnahen Lernens vielfältige Möglichkeiten, mathematische Anwendungen zu erfahren (z.B. Mengenangaben für Rezepte und entsprechende Gefäße, Umgang mit dem Schulbudget, Größen und Maße der Räume, prozentuale Auswertung von demokratischen Abstimmungsergebnissen). Daneben bieten verschiedene Materialien die Möglichkeit, spielerische, visuell und motorisch geprägte, strukturierte Erfahrungen mit der Mathematik zu machen und zu experimentieren (z.B. Rechenschieber, Waage, Zahlenschloss für angewandte Wahrscheinlichkeitsrechnung).“

„Indem sie sich ein Thema möglichst selbstständig erschließen, kann tiefgründiges Lernen stattfinden. Darüber hinaus gelingt Problemlösung noch besser durch Zusammenarbeit mit anderen. An der Demokratischen Schule Frankfurt haben die SchülerInnen jederzeit die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, um z.B. Geometrie, Potenzen, den Satz des Pythagoras oder Gleichungen anzueignen. Die LernbegleiterInnen unterstützen diese Prozesse und können die Auseinandersetzung mit komplexen mathematischen Sachzusammenhängen zudem gezielt anregen, z.B. durch die Einrichtung von Lerntheken, durch Hilfestellungen und Anleitungen zu bestimmten Themen.“

Naturwissenschaftlicher Bereich: Biologie, Chemie, Physik

„Die ersten Zugänge zu diesem Themenbereich erfolgen über Primärerfahrungen in den verschiedenen Naturräumen (Naturphänomene beobachten und ggf. „nachbauen“, Pflanzen oder Tiere bestimmen u.ä.). Darauf aufbauend sollen die Kinder immer wieder ermutigt werden, vor allem eigenen Fragen experimentierend nachzugehen und bieten dazu eine fachliche Begleitung und sichere Umgebung an. In der Schule soll ein NaWi-Raum die Möglichkeit geben einfache und grundlegende Versuche selbst durchzuführen. ... Filmdokumentationen ermöglichen den Kindern und Jugendlichen Einblicke in Bereiche, zu denen kein direkter Zugang ermöglicht werden kann (z.B. Astronomie, Tiefsee, Regenwald). … LernbegleiterInnen können gemeinsam Themenkoffer zusammenstellen, die Bausteine zum Erforschen der Bereiche Optik, Elektrizität, Mechanik usw. enthalten.“

Ästhetisch-musischer Bereich: Kunst, Musik, Theater

Die Kinder können nach eigenem Interesse jederzeit Musik machen und mit den vorliegenden Instrumenten spielen. Sie können eine Band gründen oder Lieblingslieder mit dem jeweils dafür ausgebildeten Mitarbeitern üben. Die Musik kann praktisch erlebt und theoretisch begriffen werden. Feste, Bühnenauftritte u.Ä. bieten hier Möglichkeiten, SchülerInnen heranzuführen, an Selbstausdruck und Präsentationsmöglichkeiten. Es wird eine Bühne geben, auf der die SchülerInnen spielen, ausprobieren, sich verkleiden und spontane oder eingeübte Stücke vorführen können. Besuche von Veranstaltungen, Theatern, Zirkus oder Tanzschulen ergänzen das ästhetisch-musische Feld.

Körper und Gesundheit: Bewegung, Sport, Spiel

„Unser Bewegungskonzept orientiert sich an den fünf Bewegungs-Bereichen aus der Bewegungskunst [Pawelke 1995]: 

-  Spiel und Kreativität

-  Kraft und Ausdauer

-  Koordination und Reaktion

-  Beweglichkeit und Elastizität

-  Entspannung und Regeneration.“

Im Trainings-/ Toberaum, auf dem Außengelände, im externen Schwimmbad und in der externen Turnhalle können die SchülerInnen spielerisch oder gezielt an vielfältige oder komplexe Bewegungsabläufe herangeführt, welche dem Alter, den Bedürfnissen und Interessen der Kinder entsprechend abgestimmt werden.

Gruppenspiele und Sportkultur finden in gemeinschaftlichen Aktionen ihren Platz. „Gemeinsames Spiel trägt zudem dazu bei, dass die Kinder - neben der Freude an gemeinsamer Bewegung - ihre sozialen Kompetenzen erweitern, etwa indem sie sich auf ein gemeinsames Ziel hin ausrichten, ggf. neue Regeln finden und neue Spiele erfinden.“

Gesundheitsbildung

„Zur Förderung einer gesunden Entwicklung und einem gesunden Körperbewusstsein gehören auch allgemeine Aufklärung, Sexualität, psychische Gesundheit und die Auseinandersetzung mit Tabu-Themen wie z.B. Drogen, Sucht, Suizidgedanken und Mobbing. Es ist sehr wichtig, dass die Schule diesen Themen Raum und Zeit gibt, da diese hier nochmal anders thematisiert und bearbeitet werden können als zum Beispiel im familiären Kontext. Daher werden dem Alter entsprechend Peer-Ansätze für die pädagogische Arbeit in der gesundheitlichen und sexuellen Aufklärung eingesetzt. [BzgA, 2018, S. 736-740] … Es können dazu Programme mit einem Peer Education-Ansatz angeboten werden (z.B. Erzähl-Treffen), Institutionen einbezogen (z.B. proFamilia) und Informations- und Anschauungsmaterial zur Verfügung gestellt werden. … Durch die schülerzentrierte Strukturen sind an der Demokratischen Schule einige Risikofaktoren minimiert (zum Beispiel durch freie Zeiteinteilung, Verzicht auf Prüfungsdruck). Ergänzend werden über die Bindungsarbeit und aufmerksame Kommunikation die SchülerInnen unterstützt, ihre körperlichen und emotionalen Bedürfnisse wahrzunehmen, zu kommunizieren und mit den Bedürfnissen der Gemeinschaft auszutarieren. Somit wird von Anfang an Resilienzfähigkeit gefördert und erhalten.“

Gesellschaftswissenschaftlicher Bereich: Geschichte, Politik und Wirtschaft, Humangeographie, Erdkunde

„Im erdkundlichen Bereich finden die Kinder und Jugendlichen eine Fülle von Materialien, z.B. zur Entstehung der Erde und des Lebens auf der Erde, Geographiepuzzles, Atlanten und Arbeitskarteien. Auch für diesen Bereich sollen verschiedene Modelle angeschafft oder mit den Kindern und Jugendlichen selbst hergestellt werden (z.B. ein Tellurium zur Veranschaulichung der Planetenbewegungen um die Sonne, ein Modell der Erdschichten oder des Wasserkreislaufes). Auch außerschulische Lernorte gehören dazu (Senckenbergmuseum, Keltenwelt am Glauberg, „Grube Messel“, usw.). Die anthropologe Gestaltung der Umwelt wird mit zunehmendem Alter von Interesse. Dies spiegelt sich in den Bereichen der Humangeographie wieder zum Beispiel Bevölkerungswachstum und Megastädte, Mobilität, Ressourcenknappheit). Auch diese Themen sollen durch vielfältige Zugänge erschlossen werden, z. B. Durch digital unterstützte Planspiele, Computermodelle, podcasts, empirische Erhebung, Stadtexkursionen.“

Es wird ausgewählte Geschichtsbücher, historische Romane und anregende Zeitschriften geben. Exkursionen zu historischen Plätzen eignen sich, um die Geschichte erlebbar zu machen.

„Grundlegende Zusammenhänge aus dem Bereich Wirtschaft lernen und erfahren die SchülerInnen im Umgang mit ihrem Taschengeld (das konzeptioneller Bestandteil der Schule ist) sowie mit Projektfinanzen an der Schule. Darüber hinaus kommen sie früh in Kontakt mit der Berufswelt, welche die Jugendlichen im Rahmen von Expertenbesuchen, Projekttagen, Schnupper-Praktikumstagen oder auch längeren Praktika erleben (vgl. auch Kap. 5.3.).“

Ethik, Philosophie

„Die Schule steht Menschen aus allen Religionen und dem Austausch über diese grundsätzlich offen, um den Kindern eine möglichst umfassende Sicht auf die Welt zu eröffnen. Wir vermitteln eine Geisteshaltung, die den Kindern und Jugendlichen dazu verhelfen soll, auf die Grundfragen menschlichen Lebens Antworten zu finden und eine friedvolle Gesellschaft zu bilden. 

Es gibt Angebote zu religiösen und ethischen Themen und z.B. Geschichten im Rahmen von kirchlichen Feiertagen, die kulturell für das Umfeld der Schule prägend sind oder zu Anlässen im Alltag. Dies kann sich, je nachdem welche Menschen die Schule bilden, durchaus unterscheiden. So können z.B. auch christliche und muslimische Feste gefeiert werden. … Die Demokratische Schule Frankfurt gibt der Zeit der Sinnfindung und den philosophischen Überlegungen der Jugendlichen Raum, Zeit und geeignetes Material…“

Informationstechnik und Medienbildung

„Bereits ab dem Grundschulalter können die Kinder Erfahrungen im Umgang mit Computern und multimedialen Angeboten machen und den Computer selbst als Werkzeug zu benutzen lernen (z.B. zum Schreiben von Texten, Erstellen von Präsentationen, Musik- und Filmproduktionen, etc.). Nicht zuletzt beim Erstellen von Bewerbungen können die erworbenen Kompetenzen eingesetzt und neue erworben werden, u. a. mit Hilfe der Erwachsenen und anderen Jugendlichen, die auch bei Rollenspielen zum Thema „Bewerbungsgespräch“ zur Seite stehen. Medienkritikfähigkeit, Medienkompetenz, Medienbildung sind zentrale Kulturtechniken im 21. Jahrhundert. Alle SchülerInnen können in der Demokratischen Schule Frankfurt digital wie analog an Interessens- und Lernfelder herangehen. … Des Weiteren werden in der Schulversammlung Regeln entworfen für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.“

Arbeitslehre und Berufsorientierung

„Um Orientierung in unserer sich wandelnden Lebens- und Arbeitswelt zu bieten, haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit ihrem Alter und ihrer Entwicklung entsprechend, Betriebsbesuche und Praktika über einen selbst bestimmten Zeitraum zu machen und so das Leben „außerhalb der Schule“ und einzelne Berufe näher kennen zu lernen. … Mit zunehmendem Alter der Kinder arbeitet die Schule mit Peeransätzen auch in der Berufsorientierung. Die Meinung von FreundInnen und MitschülerInnen gewinnt für Jugendliche immer mehr an Bedeutung, und auch wenn die Berufswahl nicht das vorrangige Thema ist, kann dieser Effekt positiv genutzt werden. Ansätze dazu arbeiten im direkten Kontakt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die wenige Jahre älter sind und den Prozess der Berufswahl und des Berufs- oder Studieneinstiegs gerade hinter sich haben, als Unterstützung bei Findungsprozessen.“

Außerschulische Lernorte

Wir möchten mit den SchülerInnen häufig „raus aus der Schule“ und Institutionen nutzen, die weitere Eindrücke vermitteln können, wie Museen, Jugendtheater, Bibliotheken, Schülerlabore, Kletterhallen, Skaterparks, der Taunus, der Stadtwald, die Nidda, zoologische und botanische Gärten. JedeR kann hierzu Vorschläge machen. Die Ausflüge werden gemeinsam geplant.

Exkursionen

Sind kurze Ausflüge, um ein gewisses Gebiet zu begreifen.

Reisen

Sind mehrtägige Reisen, um einen anderen Ort intensiver zu erkunden oder den Spracherwerb zu erweitern. Es kann einmal jährlich eine Schulreise geben. „Die Reisen sollen kostengünstig sein, um niemanden auszuschließen, kulturell sensibel und ökologisch vertretbar – so haben alle die Möglichkeit, zentrale Werte der Schule auch „unterwegs“ zu erleben und ihren Sinn zu begreifen.“ Schüleraustausche gehören auch zu dieser Kategorie.

Praktika

Mit vielen Praktika können die SchülerInnen verschiedene Einblicke in die Arbeitswelt erhalten und mögliche Berufsperspektiven erwägen. „Für jüngere Kinder werden die Plätze vornehmlich von den MitarbeiterInnen mit gesucht, vorbereitet und organisiert. Jugendliche ab 13 Jahren können allein oder mit einem/r LernbegleiterIn einen Praktikumsplatz ausfindig machen und dort so viel Zeit verbringen, wie es ihrem Interesse und der Möglichkeit des Betriebes entspricht.“

MentorInnen

Da Klassenverbände, KlassenlehrerInnen und andere festgesetzten Einteilungen an der DSF bewusst fehlen, haben wir als Ersatz für Orientierung und AnsprechpartnerInnen ein Mentorensystem entwickelt. Die SchülerInnen wählen ihre MentorInnen vorraussichtlich einmal im Jahr selbst. „MentorIn und SchülerIn treffen sich regelmäßig. Die SchülerInnen haben somit feste Bezugspersonen, an die sie sich mit ihren persönlichen Belangen wenden können und bei denen sie Unterstützung finden, z.B. um den Kontakt zu anderen Personen an der Schule herzustellen oder in Konfliktsituationen.“ Ein regelmäßiger Austausch zwischen SchülerIn, MentorIn und fachspezifischen LernbegleiterInnen unterstützt die individuellen Lernprozesse.

LernbegleiterInnen

Die „LehrerInnen“ bzw. MitarbeiterInnen unserer Schule nennen wir bewusst LernbegleiterInnen. „Zu den Aufgaben der LernbegleiterInnen zählt die Unterstützung der Lernprozesse der SchülerInnen. Dabei decken sie im Team mit ihrer Ausbildung und fachlichem Wissen sukzessive alle Bereiche des Lerncurriculums ab. Sie bieten bei Bedarf Kurse an, stellen unterschiedlichste Anregungen bereit und helfen den SchülerInnen bei der Informationsbeschaffung und der Nutzbarmachung von Ressourcen.“ Die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe, LernbegleiterInnen sind auch Bezugspersonen, denn Lernen findet am besten in funktionierenden Beziehungen statt. LernbegleiterInnen sind also neben ihrem Fach- und Methodenwissen immer auch ein authentisches Gegenüber für die SchülerInnen mit eigenen Überzeugungen, Haltungen und Emotionen.

„Das Hauptaufgabengebiet der LernbegleiterInnen besteht darin, die SchülerInnen bei ihren Interessen abzuholen und mit ihnen den Lernweg zu beschreiten. Dabei sind die Erwachsenen nicht (nur) die WissensvermittlerInnen, sondern die UnterstützerInnen, die helfen, den Weg zu finden, wie die SchülerInnen zu dem nachgefragten Wissen bzw. den angestrebten Kompetenzen gelangen.“

SchülerInnen lernen von SchülerInnen

In unserer Schule können die Kinder und Jugendlichen jederzeit nach eigenen Bedürfnissen mit den anderen zu tun haben, miteinander spielen oder sich aus dem Weg gehen. „SchülerInnen finden sich aufgrund eines gemeinsamen Interesses an einer Sache zusammen, auch wenn sie nicht das gleiche Alter haben. In altersgemischten Gruppen können erfahrenere SchülerInnen ihr Wissen und Können unter Beweis stellen und praktisch anwenden, indem sie anderen SchülerInnen Hilfestellung leisten. Für die Jüngeren ist es oft leichter, von einem/r anderen SchülerIn zu lernen als von einem/r erwachsenen LernbegleiterIn, weil die Erklärungen in der Regel einfacher und verständlicher sind. Aber auch für den/die SchülerIn, der/die dem/r anderen etwas erklärt, hat das einen Nutzen: Beim Erklären merkt er/sie, ob er/sie es selbst wirklich verstanden hat.“

Orientierung, Selbsteinschätzung, Dokumentation

„Selbstregulierung, Selbsteinschätzung und Selbstorganisation sind wichtige Grundbedingungen für ein selbstgesteuertes, intrinsisches Lernen. Dies fordert von den Kindern und Jugendlichen die Entwicklung, Definition, Umsetzung und Reflexion der eigenen Lernvorhaben sowie die mögliche Anpassung der selbst gesteckten Ziele - je nach Alter und Fähigkeiten mit Unterstützung der Erwachsenen. 

Im Laufe der Schulzeit werden sich die persönlichen Ziele der Kinder und Jugendlichen ändern. Im Kontakt mit den älteren SchülerInnen, mit anderen Schulen und außerschulischen Lernorten wird der eigene Lebensentwurf und die Ausbildung, bzw. Berufswahl, zunehmend an Bedeutung gewinnen. Im Hinblick auf externe Ziele, wie zum Beispiel anerkannte Abschlüsse oder Auslandsaufenthalte, werden die SchülerInnen individuell unterstützt und begleitet. Dazu gehören neben notwendigen Lernmaterialien oder Prüfungsvorbereitungen zur Selbsteinschätzung auch Lernstandsbestimmungen, zum Beispiel durch Kompetenzraster [Müller 2003].“

Die eigenen Erlebnisse und Projekte der/des Schülers/in werden individuell dokumentiert. Das kann eine Mappe sein, ein Tagebuch, Fotoalbum, eine Kiste voller Sachen und auch schriftliche Dokumentation durch den/die MentorIn in Zusammenarbeit mit dem/der Schüler/in.

Schulabschlüsse

„Die Demokratische Schule Frankfurt ermöglicht den Jugendlichen, ihren jeweils individuellen Bildungsweg zu gehen und begleitet sie dabei.“ Als genehmigte Ersatzschule darf sie selbst keine Abschlussprüfungen durchführen und vergibt somit keine Abschlüsse. „Die Schule bietet jedoch die Möglichkeit, sich auf den Hauptschulabschluss, Realschulabschluss und auf den Übergang an Schulen mit gymnasialer Oberstufe vorzubereiten. Die Prüfungen dazu werden extern abgelegt. Für die Durchführung dieser Prüfungen baut die Demokratische Schule Frankfurt Kooperationen mit anderen Schulen und entsprechenden Bildungsträgern auf. … Jede/r SchülerIn erhält zum Abschluss der Schulzeit oder beim Wechsel auf eine andere Schule einen individuellen Schullaufbahn-Bericht und auf Wunsch ein EUDEC-Diplom.“ Die SchülerInnen können selbst entscheiden, wann sie bereit für den Abschluss sind, wenn sie mehr Zeit brauchen, können sie 1-2 Jahre länger an der Schule sein.

MitarbeiterInnen

„MitarbeiterInnen arbeiten als LernbegleiterInnen, sind in der Organisation des Schulalltags tätig und stehen als MentorInnen zur Verfügung. … Um den unterschiedlichen Aufgaben und Anforderungen an der Demokratischen Schule Frankfurt gerecht zu werden und damit möglichst vielfältige Rollenmodelle in der Schulgemeinschaft vertreten sind, setzt sich die Gruppe der MitarbeiterInnen aus Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen und Kompetenzen zusammen. Zum Team gehören LehrerInnen mit 2. Staatsexamen und pädagogische Fachkräfte, zudem können andere Berufsgruppen (z.B. Tänzer, Schreiner, Koch, Informatikerin), PraktikantInnnen und teils Eltern oder ehrenamtliche MitarbeiterInnen z.B. projektbezogen an der Schule tätig werden.“ Wir streben eine Zusammenarbeit mit Inklusionsfachkräften an.

(Mit-)Organisation und Reflexion des Schulalltags

„Neben den Aufgaben als LernbegleiterInnen ist das Team auch in verwaltende und organisatorische Arbeiten der Demokratischen Schule Frankfurt eingebunden. Es ist für die Organisation des alltäglichen Schullebens und die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs verantwortlich, soweit diese nicht von SchülerInnen auf freiwilliger Basis übernommen werden (die Aufgaben des Trägervereins bleiben davon unberührt). 

… Die Arbeit an der Schule wird zudem extern begleitet durch für diese Aufgabe gewählte Vereinsmitglieder (siehe Kap. 3) sowie ggf. Supervision und/oder wissenschaftliche Begleitung. Auch bei Fortbildungen können die MitarbeiterInnen die eigenen Möglichkeiten erweitern und Erfahrungen reflektieren.“

Pädagogische Haltung

Es ist die Aufgabe der Erwachsenen in der Schule, die Kinder und Jugendlichen in ihrem Schulalltag zu begleiten und zu unterstützen, sowohl in ihren Lern- und Arbeitsprozessen wie in emotionalen oder sozialen Belangen. Dabei sollen sie den Kindern und Jugendlichen als authentisches Gegenüber zu begegnen, zu ihnen in Beziehung zu treten und sie in ihrer Selbstständigkeit zu achten. „Die respektvolle Begleitung der SchülerInnen schafft einen Raum von Nähe und Vertrautheit, der einen offenen Umgang ermöglicht.“ Ausschlaggebend ist für uns, ist hierbei auch das feste Vertrauen in die Entwicklungsprozesse der Kinder und Jugendlichen sowie in deren lebenslangen Lust am Lernen.

Eltern

„Die Art der Begleitung der Kinder und Jugendlichen an der Demokratischen Schule Frankfurt bedingt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Ein offener Austausch zwischen Schule und Elternhaus ist die Basis für das Leben und Lernen der Kinder und Jugendlichen. Dabei geht es vor allem um Verständnis füreinander, um gegenseitiges Vertrauen und Miteinander. Gelegenheiten zum Kontakt und Austausch finden sich bei Elternabenden, Elterngesprächen und bei Veranstaltungen der Schule. Ein informeller Austausch über allgemeine schulische oder auch private Belange ist im Schulalltag möglich und erwünscht. 

Nach Bedarf und gemäß ihren Fähigkeiten können die Eltern die Schule unterstützen und mitgestalten. Da der Demokratischen Schule Frankfurt die gute Zusammenarbeit mit den Eltern besonders wichtig ist, werden die Rolle der Eltern sowie ihre Rechte und Möglichkeiten zu Mitwirkung und Engagement in diesem Kapitel genauer beschrieben.“

Lebenslanges Lernen

„So wie die Kinder und Jugendlichen ihre Lernprozesse an der Schule leben und verwirklichen, so lernen auch die MitarbeiterInnen und die Eltern in der Begleitung und den Auseinandersetzungen an der Schule. Demokratische Strukturen zu wollen und zu begleiten, erfordert eine ständige Reflexion und Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und Haltungen und mit den anderen.“

Elternrolle

„Das Vertrauen der Eltern in das Bedürfnis und die Fähigkeit der Kinder, sich Wissen und fachliche Kenntnisse selbständig anzueignen sowie soziale Kompetenzen zu entwickeln, bildet das Fundament der Schule [Juul 2010]. … Die Schule strebt ein offenes und aufgeschlossenes Verhältnis zu den Eltern ihrer SchülerInnen an und legt Wert auf eine enge und gute Zusammenarbeit. … Der Alltag der Schule wird jedoch von den Kindern und Jugendlichen und den LernbegleiterInnen gestaltet. Hier sind die Einflussmöglichkeiten der Eltern begrenzt. …“

Mitwirkung der Eltern im Verein

„Eltern können dem Trägerverein der Schule beitreten und gewinnen dadurch die Möglichkeit, über das Budget der Schule und das Schulgeld mitzuentscheiden. Weiterhin können sie Einfluss auf die Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Schulkonzeptes nehmen, wenn sie sich in der Gremienarbeit engagieren.“

Engagement der Eltern in der Schule

Um einerseits die Kosten der Privatschule niedriger zu halten und andererseits Gestaltung, Teilhabe und Gemeinschaftsgefühl zu ermöglichen, brauchen wir das aktives Engagement der Eltern.

„Eltern sorgen für die Funktionsfähigkeit der Gebäude und sind in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv, um den Schulbetrieb zu ermöglichen, z.B. durch Materialerstellung und bei der Organisation und Mitgestaltung von Festen oder Ausflügen. Mitarbeit ist ebenfalls bei der Öffentlichkeitsarbeit, dem Fundraising oder auch im Rahmen von praktischen Arbeitseinsätzen möglich und erwünscht. 

Gleichzeitig bringen Eltern ihre vielfältigen persönlichen Stärken, Fähigkeiten und Fertigkeiten als besondere Ressource in den Schulalltag ein. Einige Eltern können sich als ExpertInnen für spezielle Schülerinteressen bei Angeboten im Schulalltag engagieren, sofern sie dazu durch die Schulversammlung bestätigt werden. Dabei steht dem Kind/den Kindern der Angebotseltern ein Vetorecht zu.“ 

Rechte und Pflichten der Eltern

Austausch, Mitarbeit und Involvieren der Eltern ist bei uns ausdrücklich erwünscht. Der Schulalltag soll allerdings Vorranggig ein Ort für die SchülerInnen ohne ihre Eltern sein. Ausnahme hier sind die Gründungsphase, in der wir mehr Mitarbeit der Eltern brauchen und die Mitarbeit der Eltern als spezieller Experte, der Angebote im Schulalltag einbringt. Sonst finden Elternabende statt, an denen die Eltern teilnehmen sollen. Gespräche mit dem/der jeweiligen MentorIn (und dem Kind) sollen ebenfalls jederzeit (spontan oder nach Absprache) möglich sein. Man kann sich in Gremien einbringen, so auch als ElternvertreterIn gewählt werden und dadurch (oder auf Antrag als Gast) an der Schulversammlung teilnehmen.

Organisatorischer Rahmen

Schulform

„Die Demokratische Schule Frankfurt ist eine schulformübergreifende (integrierte) Gesamtschule mit Grundschule. Schulträger ist der gemeinnützige Verein für demokratisches Leben und Lernen e.V..“

SchülerInnenzahl

„Die Demokratische Schule Frankfurt startet mit ca. 25 SchülerInnen. Sie wächst mittelfristig auf 100 bis 120 SchülerInnen an. Dabei sollen später rund 30 Kinder in der Primarstufe und rund 70 Kinder und Jugendliche in der Sekundarstufe sein.“

SchülerInnen-Aufnahme

„Die Demokratische Schule Frankfurt nimmt als schulformübergreifende (integrierte) Gesamtschule zunächst Kinder altersgemischt von der 1. bis 7. Jahrgangsstufen auf. Später werden im Grundschulbereich vorwiegend Kinder im schulpflichtigen Alter ab der 1. Klasse aufgenommen, im Sekundarbereich ab der 5. Klasse. Quereinstiege in andere Klassenstufen sollen ermöglicht werden. In Ausnahmefällen können, nach Absprache mit den zuständigen Einrichtungen, auch jüngere Kinder aufgenommen werden. Die Schule steht im Rahmen ihrer Kapazitäten jedem interessierten Kind und jeder Familie offen, das bzw. die sich auf dieses Konzept einlassen möchte. … Die finanzielle Situation der Familien spielt bei der Aufnahme keine Rolle. Dies gilt genauso für besondere Entwicklungssituationen von Kindern und Jugendlichen: im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Ressourcen ist die Schule offen für alle. 

Der Aufnahme voraus gehen eine Bewerbung, ein Aufnahmegespräch sowie eine Probezeit, die mindestens zwei Tage beträgt. Diese Probezeit bietet die Gelegenheit, sich einen Eindruck vom Schulalltag zu verschaffen und sich mit dem dortigen Ablauf vertraut zu machen.“

Öffnungszeiten und Tagesablauf

„Der Grundschulzweig der Demokratischen Schule Frankfurt ist mindestens 25 Zeitstunden in der Woche geöffnet. Dies entspricht rechnerisch 21 bis 25 Schulstunden je nach Altersgruppe (gemäß der Verordnung über die Stundentafeln für die Primarstufe und die Sekundarstufe I des Landes Hessen) plus ausreichend Zeit für freies Spiel, Versammlungen und Mahlzeiten. Als Integrierte Gesamtschule ist die Demokratische Schule Frankfurt mindestens 30 Zeitstunden in der Woche geöffnet. So können die in der StdTafV vorgeschriebenen 29 bis 30 Schulstunden je nach Altersgruppe gut abgedeckt werden und es besteht darüber hinaus ausreichend Zeit für Organisation, Spiel, Versammlungen, Mahlzeiten etc.. Die Schulferien bzw. Schließzeiten werden jährlich vom Vorstand des Trägervereins und der Schulversammlung in pädagogisch sinnvollen Abständen festgelegt und beschlossen. Die SchülerInnen der Demokratischen Schule Frankfurt lernen selbstbestimmt, teils informell, altersgemischt, projektorientiert und fächerübergreifend. Durch das Lernen an außerschulischen Lernorten, bei Exkursionen oder in längeren Projekten können sich unterschiedliche Anwesenheitszeiten ergeben. Auch die Wahl von Kursen oder Projekten führt dazu, dass Tages- oder Wochenplanungen unterschiedlich ausfallen. 

Dennoch gibt es wesentliche Orientierungspunkte wie etwa die regelmäßige Schulversammlung, den Fairhandlungskreis oder Essenszeiten.“

Personalschlüssel und Arbeitsweise

„In der Grundschule sollen 1,5 LernbegleiterInnen die 32 SchülerInnen durchgängig begleiten und im gemeinsamen Austausch die Aufgaben zwischen pädagogischer und fachlicher Begleitung aufteilen (d.h. ein/e GrundschullehrerIn und ein/e ErzieherIn oder SozialpädagogIn/SozialarbeiterIn). Fach(lehr)kräfte für gezielte Projekte können bei Bedarf hinzugezogen werden. 

Für die Sekundarstufe differenziert sich das Aufgabengebiet stärker in die pädagogische Begleitung, die vorzugsweise durch pädagogische Fachkräfte geleistet wird, und die fachliche Begleitung, die durch ausgebildete Lehrkräfte oder FachexpertInnen abgedeckt wird. 

Für die Begleitung der ca. 76 SekundarschülerInnen sind ca. 3 Vollzeit-LehrerInnenstellen vorgesehen, die bevorzugt durch mehrere Teilzeitkräfte besetzt werden sollen, um alle erforderlichen Schulfächer abdecken zu können. Darüber hinaus können zur Abdeckung der Fachinhalte entsprechend der Stundentafeln für die Sekundarstufe sowie der darüber hinausgehenden Interessen weitere ProjektleiterInnen und ÜbungsleiterInnen mit ausreichender Qualifikation auf Stundenbasis beschäftigt werden. … Zusätzlich streben wir 1-2 Vollzeit-Stellen für pädagogische Fachkräfte an, die ebenfalls auf Teilzeitkräfte aufgeteilt werden können.“

Finanzierung

„Die Demokratische Schule Frankfurt wird über ein Schulgeld, Spenden, Fundraising- Aktionen und öffentliche Zuschüsse sowie über eine einmalige Aufnahmegebühr finanziert. Die Auswahl der SchülerInnen erfolgt in jedem Fall nach inhaltlichen Kriterien (Sich- Einlassen auf das besondere pädagogische Konzept der Schule) und nicht nach der Einkommenssituation der Eltern. Dies bedeutet, dass z.B. auch Kinder, deren Familien Leistungen nach dem SGB II beziehen, aufgenommen werden.“

Gebäude und Ausstattung

„Der Verein für demokratisches Leben und Lernen e.V. sucht ein Schulgebäude im Stadtgebiet Frankfurt. Das Schulgebäude soll groß genug sein, um bis zu 120 SchülerInnen aufnehmen zu können. Zentral im Gebäude ist ein größerer Raum für Versammlungen, Theateraufführungen und Feste. Weitere Räume sollen als Funktionsräume dienen (z.B. als Werkstatt, Naturwissenschaftsraum, Bibliothek, Musikzimmer) und den jeweiligen Lern- und Projektgruppen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist die Küche ein wichtiger Lernort für die SchülerInnen. … Das Gebäude soll über ein Außengelände verfügen, das den SchülerInnen ausreichend Platz für (schulische) Aktivitäten im Freien bietet. Die Umgebung soll geeignet sein, dass die Kinder und Jugendlichen sich in Gruppen auch im öffentlichen Raum sicher bewegen können. Zudem ist uns eine verkehrsgünstige Lage wichtig, um öffentliche Räume, Museen etc. gut erreichen zu können.“

Zunächst werden wir weniger, jedoch als Basis genügend Materialien zum Lernen und Beschäftigen zusammenstellen. Die Sammlung wird in Laufe der Zeit anwachsen und sich durch das jeweilige Budget und den Bedürfnissen der SchülerInnen verändern. Wir nehmen Material- und Möbelspenden entgegen.

Qualitätssicherung

„Die Demokratische Schule Frankfurt beabsichtigt, sowohl schulinterne als auch externe qualitätssichernde Maßnahmen durchzuführen. Im Schulalltag findet dies in der Schulversammlung und im Fairhandlungskreis statt. … Innerhalb der Schule gibt es die Möglichkeiten dazu in der Gremienarbeit und im gemeinsamen Austausch. … Elterngespräche bieten die Möglichkeit Sorgen und Bedenken der Eltern auch in Hinblick auf die Umsetzung des Schulkonzeptes zu hören und aufzugreifen. Durch die gewählte Begleitung von Mitgliedern des Vereins soll das Team eine direkte Unterstützung erfahren durch regelmäßigen Austausch über den Schulalltag und die Reflexion von ergriffenen Maßnahmen. 

In der kollegialen Fallberatung und Intervision der MitarbeiterInnen untereinander können problematische Situationen oder Strukturen gemeinsam beleuchtet und reflektiert werden, und wenn nötig Maßnahmen entwickelt und vorgeschlagen werden. …“ Wir geben Möglichkeiten zur Selbstreflexion und zur Fortbildung von MitarbeiterInnen.

Schlusswort

"Uns ist es wichtig, dass die Demokratische Schule ein guter Lern- und Lebensort für alle Menschen ist, die an ihr arbeiten und lernen. Dies erfordert eine aufmerksame Begleitung aller Prozesse und Entwicklungen, die wir auf allen Ebenen (Kinder, Team, Eltern und Schulgemeinschaft) anstreben. Außerdem sehen wir die Schule als einen Ort in der Gesellschaft, an dem Kinder und Jugendliche lernen, ihr Leben in der Gesellschaft selbstbestimmt zu gestalten."